Musterungsordnung

MO1/03

§1 Grundsatz


Die Musterung dient der Feststellung einer Tauglichkeit. Es soll im Rahmen einer Einzel- bzw. Reihenuntersuchung festgestellt werden ob gesundheitliche Störungen oder Gründe vorliegen die eine Tauglichkeit einschränken oder verhindern.

Eine Tauglichkeit ist grundsätzlich festzustellen bei, Soldaten, Rekruten, Arbeitern, Handwerkern sowie bei Zöglingen und Sklaven.

§2 Pflichtstellung


Grundsätzlich ist jeder Musterungspflichtige bei freiwilliger Meldung zur Musterung zu laden. Rekruten, Zöglinge und Sklaven unterstehen grundsätzlich der Musterungspflicht. Nach Eingang einer Bewerbung durch den Musterungspflichtigen ist eine Musterungs-Akte anzulegen womit eine Musterungspflicht im Sinne dieser Musterungsordnung eintritt.

Musterungspflichtige die durch eine Musterungsbehörde, einem Meister, einer militärischen Gruppe oder durch einen Arbeitgeber gemeldet werden, unterliegen nach Eingang der Meldung der Musterungspflicht im Sinne dieser Musterungsordnung.

§3 Kleiderordnung
Die hier vorgeschriebene Kleiderordnung ist streng einzuhalten. Es gilt folgende Kleiderordnung:

  • Ankunft zur Musterung: Jeans und T-Shirt oder gleichwertige Oberbekleidung
  • Ankunft zur militärischen Musterung: komplette Uniform, oliv oder tarnfleck
  • Ankunft zur Arbeitstauglichkeits-Musterung: Arbeitsbekleidung komplett
  • Zur Musterung: kurze Sporthose und Unterhose nach Vorschrift ohne Socken

Es dürfen keine Geldbörsen, Schlüssel oder sonstiges wie Schmuck am Körper oder Wertgegenstände in der Kleidung vorhanden sein.

Wertsachen, Schmuck und dergleichen im Rucksack / Tasche verstauen!

Der Musterungspflichtige zieht sich im Warteraum um. Alle abgelegten Kleidungsstücke müssen sorgfältig und ordentlich zurechtgelegt werden. Das Betreten des Musterungszimmers erfolgt in kurzer Sporthose und Unterhose nach Vorschrift ohne Socken.

Als Unterhose nach Vorschrift gilt grundsätzlich eine unifarbene Unterhose (Baumwolle weiß mit Eingriff Fein- oder Doppelripp) !

Das Tragen dieser vorgeschriebenen Unterhose zur Musterung ist Pflicht ! Verstöße gegen diese Auflage führen zum sofortigen Abbruch der Musterung und stehen unter Strafe !

Es werden keine schwarzen Farben sowie Boxershorts, Retropants oder Tangas sowie ähnliche modische Unterwäsche geduldet !

Die Unterwäsche sollte möglichst älter und nicht Neu sein.

Sollte der Musterungspflichtige nicht über die geforderte Unterwäsche verfügen und diese nicht bis zum angeforderten Termin beschaffen können, sollte durch die Musterungsbehörde oder im Notfall durch den ZMD entsprechende Unterwäsche gegen entsprechende Kostenerstattung gestellt werden.

§4 Musterungsablauf


Der für eine Musterung vorgegebene Musterungsablauf ist eine Vorgabe für alle Musterungsbehörden und im Grundformat bindend. Der Bewertungsbogen stellt eine bindende Vorgabe für die Bewertung der Musterungspflichtigen dar und ist streng einzuhalten.

Abweichungen sind je nach Musterungsbehörde möglich, nach Rücksprache mit dem ZMD und bedürfen deren Zustimmung.

Der Musterungsablauf in der Grundform:

Abschnitt

Bereich

Maßnahmen / Begutachtung

A

Allgemein

Angaben des Musterungspflichtigen

B

Allgemein

Musterungsbegründung / Grundlage / Zielstellung

C

Allgemein

Begutachtung

D

Allgemein

Begutachtung

E

Vorbereitung

Bekleidungsordnung

F

Theoretischer Teil

Grundinformationen

G

Musterung

Ärztliche Grunduntersuchung

G

Musterung

Ärztliche Grunduntersuchung 2

H

Musterung

Urologische Grunduntersuchung

I

Musterung

Urologische Laboruntersuchung

J

Sonstiges

Arbeitsmedizinisches Gutachten

K

Sonstiges

Urologisches Gutachten

L

Sonstiges

Militärisches Gutachten

M

Spezielles

Behandlungen / Maßnahmen

N

Abschluß

Musterungs Ergebnis

O

Abschluß

Beurteilung

P

Abschluß

Verwendungsvorschläge

Q / R

Abschluß

Musterungsbehörde / Musterungspflichtiger

S / T

Behördlich

Stellungnahme ZMD / Musterungsakte

Die Bewertung der Musterung erfolgt aufgrund des zugrundeliegenden Bewertungsbogens und des dort vorgegebenen Punktesystems. Die Bewertung anhand des Punktesystems entscheidet nach Abschluß das Ergebnis der Musterung. Der Bewertungsbogen inklusive aller Anlagen sind Teil der Musterungsakte. Bei Soldaten, Arbeitern, Handwerkern, Sklaven und Zöglingen ist das Ergebnis der Musterung entscheidend für deren Verwendung.

Einwände gegen das Musterungs-Ergebnises sind binnen einer Woche ab Tag der Musterung, schriftlich an die Musterungsbehörde oder direkt an den ZMD zu richten. Einwände müssen begründet gegen den jeweiligen Musterungspunkt gerichtet sein. Eine globale Einwendung gegen die Musterung an sich ist nur bei grober Verletzung der Musterungsordnung oder des vorgegebenem Musterungsablaufs zulässig!

§5 Datenschutz
Alle erforderlichen Daten des Musterungspflichtigen sowie gemachte Angaben bei der Musterung als auch die Bewertung der Musterung sind fester Bestandteil der Musterungsakte und unterliegen somit den Datenschutzbestimmungen des ZMD. Sämtliche Daten werden zum Zwecke der Durchführung der Musterung als auch von Behandlungen und/oder Maßnahmen erhoben und gespeichert. Alle erhobenen und gespeicherten Daten unterliegen dem Datenschutz und werden Außenstehenden nicht zugänglichgemacht.


Stand der Musterungsordnung: 20.05.2008

Letzte Änderung: 20.07.2016